Ich weiß ja nicht, wie Ihnen das so geht, aber ab und an mache ich mir mal Gedanken darüber, warum etwas so ist, wie es eben ist und da sind das dann heute so Gedanken zu diesem heutigen Tag, dem “Vatertag”.
Als ich heute morgen mit den Hunden raus war, ich wohn ja in Deutschland direkt neben einem ehemaligem Truppenübungsplatz (also viel Natur), da waren sie schon unterwegs. Ich meine diese Gruppen von jungen Männern mit ihrem Bollerwagen um so ganz nach “alter” Tradition diesen Tag zu begehen.
Haben Sie sich auch schon einmal gefragt, wie es zu diesem tag gekommen ist?
Mein erster Gedanke war natürlich, dass im Rahmen der Gleichberechtigung nun auch wir Männer unseren tag haben wollten, immerhin gibt es ja auch einen Muttertag und so wurde dann kurzerhand Himmelfahrt zum “Sauftag”, denn irgendwie gehört das dazu oder?
Aber warum ausgerechnet Himmelfahrt?
Ich meine, zum einen war, laut offizieller Darstellung der katholischen Kirche, Jesus Christus niemals Vater und mal im Ernst, nicht alle Väter sind nun wirklich so toll, dass sie in den Himmel fahren werden, also auch das passt da irgend wie nicht. Ach ja, was auch auffallend ist, die, welche da am kräftigsten feiern, die sind obendrein auch meist noch nicht einmal Väter.
Also, was soll das dann alles?
Und so ist das dann, wenn man sich fragt, warum etwas so ist, wie es eben ist, dann muss man mal ein Bisschen schauen und das hab ich getan.
In der Tat hat es mit dem Vatertag eine ganz andere Bewandtnis, als wie ich das so gedacht hatte und vielleicht die meisten von uns so vermuten. Er ist nämlich keine Erfindung emanzipierter Männer, sondern kommt, genauso wie der Muttertag, aus den USA.
Dort wurde er von Louisa Dodd ins Leben gerufen, einer Tochter, die ihren Vater wohl sehr geliebt und schmerzlich vermisst hat. Er kämpfte zwischen 1816 und 1865 im Sezessionskrieg und setzte zum Schutz seiner Familie sein Leben aufs Spiel. Da dies viele andere Familienväter auch taten, traf seine dankbare Tochter wohl einen bestimmten Nerv in der Bevölkerung, denn als sie 1910 mit ihrer Vatertags-Kampagne durchstartete, griff man ihre Idee begeistert auf.
1924, nur 14 Jahre nach der privaten Vatertagsinitiative, unterstützte Präsident Calvin Coolidge den Vatertag, indem er eine Empfehlung zur Feier dieses Tages an alle Einzelstaaten der USA herausgab.
1974 machte Präsident Richard Nixon sozusagen Nägel mit Köpfen aus Idee, Empfehlung und der längst angewandten Praxis im Volk, indem er jeweils den dritten Sonntag im Juni zum offiziellen Feiertag aller Väter der USA erklärte. Von diesem Tag an wurde der Vatertag, ebenso wie der 1914 von Präsident Woodrew Wilson zum offiziellen Feiertag erklärte Muttertag, mit dem Hissen der amerikanischen Stars-and-Stripes-Flagge begangen.
Nun ist ja nicht alles, was da drüben in den Staaten so beschlossen wird, dann auch gleichzeitig weltweit etwas, was automatisch nachgemacht wird, zum Glück könnte man ja auch fast meinen. So ist es ein Fakt, dass zwar weltweit jeder den Muttertag kennt, aber beim Vatertag sieht das ganz anders aus. Der Vatertag wird nämlich auch heute noch in den meisten Ländern nicht ernst genommen und auch nicht gefeiert.
Hier werden mir jetzt meine Leser aus der Schweiz Recht geben, denn dort gab es den sogenannten “Vatertag” auch schon einmal im Juli oder auch im September.
In Deutschland wird der Vatertag stets an einem Kirchenfeiertag begangen und zwar direkt vor Pfingsten, an Christi Himmelfahrt, kurz auch Himmelfahrtstag genannt. Daher gibt es kein festes Datum, sondern einen Wandel im Verlauf des Kirchenjahres.
Im Gegensatz zu den USA, ist das Image des Vatertages hierzulande eher negativ besetzt. Es gilt als Tradition, dass sich an diesem Tag die Väter und Nicht-Väter eines bestimmten Freundeskreises treffen, um ohne Frau und Kinder Fünfe gerade sein zu lassen. In ländlichen Gegenden ist es heute noch der Brauch, auf dem frühlingshaft geschmückten Leiterwagen oder mit dem Bollerwagen hinaus ins Grüne zu ziehen. Reichlich Bier, am liebsten vom Fass, darf ebenso wenig fehlen wie auch ordentlich etwas zu essen.
Und deshalb mach ich da jetzt mal Schluss, weil ich bin ja auch einer, ein Mann, ein Vater und auch ich habe durchaus öfters mal Durst.
In diesem Sinne liebe Männer (Väter), lasst es Euch gut geht geh heute …..















*lol* Könnte was mit dem Brückentag zu tun haben.
Aber ich hoffe die “Väter” hatten einen schönen Tag wo auch immer sie unterwegs waren.