@cordia
Ich gebe Ihnen in vielen Dingen Recht, nur nicht in den von Ihnen allgemein gehaltenen und pauschalisierten Schlussfolgerungen. Ich weiß nicht, ob Sie in den letzten Jahren meine Veröffentlichungen (Postings in Foren oder in meinem Blog) mit verfolgt haben, aber es ist definitiv so, dass gerade von mir dieser Punkt sehr getreckt wird, dass die Aufnahme einer Tätigkeit im Network Marketing sehr mit Arbeit zu tun hat. Nicht zuletzt wird das „Passive Einkommen“ von mir gerne auch als eine Art „Schmerzensgeld“ bezeichnet, dass man dafür bekommt, weil man lange genug durchgehalten, ausgehalten und nicht aufgegeben hat.
Da eVisionTeam® von mir gestartet wurde und in der Art und Weise, wie das Network Geschäft mit eVisionTeam® aufgebaut wird, dann doch recht viel von meinen Gedanken und Überzeugungen mit enthalten ist, soll das auch bei den Anwerbeversuchen von Vertriebspartnern genau kommuniziert werden.
Leider konnten oder besser, mussten auch wir beobachten, dass nicht jeder unserer Vertriebspartnerinnen und Vertriebspartner dies genauso tut. Etwas, was übrigens mit ein Grund für die Entwicklung eines eigenen Franchise ist, da dort dann besser die Möglichkeiten bestehen, eine gewisse „Qualität“ umzusetzen und zu kontrollieren.
Mit einer Aussage rennen Sie bei mir offene Türen ein. Auch vertrete offen die Meinung, dass es eben nicht allein die Schuld eines Vertriebspartners ist, wenn er nicht erfolgreich ist. Ich schrieb ja schon, dass Begleitung, Betreuung und Ausbildung absolut entscheidend ist und massiv mit darüber entscheidet, ob jemand im Network Marketing Erfolg hat, oder eben auch nicht.
Ich kann ja nur von mir schreiben, also für eVisionTeam®, aber bei uns wird regelmäßig bei den Führungskräften darauf hingewiesen, dass die sich ihrer besonderen Verantwortung bewusst sein sollen.
Ein Punkt, bei dem wir nicht einer Meinung sind ist z.B. folgender:
Sie schreiben von einem „nennenswerten Einkommen“. Was ist das für Sie? Erst einmal geht es natürlich darum genau dieses Einkommen zu ermöglichen, durch eine Tätigkeit im Network Marketing, aber hier sind wir erneut bei der Notwendigkeit zur individuellen Betrachtung.
Was ist es denn nun? Dieses „nennenswerte Einkommen“?
Nehmen wir den auch von Ihnen zitierten Schulabbrecher und Hartz IV Empfänger. Er hat eine Grundsicherung, die für die meisten ausreicht ein Dach über dem Kopf zu haben, um satt zu werden und in irgendeiner Form ein Leben zu führen, um das ihn Milliarden Menschen auf diesem Planeten beneiden.
Mich persönlich überrascht nun, dass ich immer wieder von Vertriebspartnern höre oder welche persönlich kennen lerne, die Angst haben, aus dieser sozialen „Hängematte“ heraus zu fallen. Diese Vertriebspartner, aber auch das trifft nur auf einen Teil zu, den ich kennen gelernt habe, bestimmt nicht auf alle, hat Angst im Network Marketing zu viel Geld zu verdienen, weil dann ja unter Umständen Leistungen gekürzt werden. Das gilt aber nicht nur für Hartz IV Empfänger, sondern auch für Frührenter etc.
Bei denen ist nun also das Ziel, ca. 100,- € im Monat dazu zu verdienen, das kann bei Frührentnern auch bis zu 400,- gehen, nur um ein paar Beispiele zu nennen, von den Zielsetzungen unserer Vertriebspartner.
Ist das für Sie oder mich nun ein „nennenswerter Betrag“? Bestimmt nicht, aber er entspricht im Durchschnitt dem, was die meisten Menschen im Network Marketing verdienen.
Es soll glaubwürdige Statistiken geben die besagen, dass ca. 70 Prozent aller im Network Marketing tätigen Menschen so zwischen 100,- € und 250,- € im Monat verdienen. Für ein Unternehmen wie eVisionTeam® reicht das auch aus, um schwarze Zahlen zu schreiben und kontinuierlich zu wachsen.
Für viele unserer Vertriebspartner macht diese Summ von durchschnittlich 100,- € bis 250,- € einen echten Unterschied, bedenken Sie dabei, was dieser Betrag in der Erlebensrealität eines Hartz IV Empfängers ausmacht.
Bleiben wir bei eVisionTeam®. Um eine solche Summe als Provision ausbezahlt zu bekommen, muss es zu Verkäufen kommen. Hier ist der Preis von im Network angebotenen Produkten auch nicht wirklich das Argument, zumindest nicht so, wie Sie es aufgeführt haben.
Nehmen wir knick’n’clean. Das kostet im Monat ca. 7,- €, spart aber bei einer durchschnittlichen Familie da. 25,- € allein an den Lebensmitteln ein, die als nicht verdorben weggeworfen werden müssen. Von der Stromersparnis will ich jetzt nicht schreiben, weil das aufs Jahr gesehen zwar nachweisbar wäre, aber vom Einsparungspotenzial eines einzelnen Haushalts eher zu vernachlässigen ist.
Oder das Öko-Waschkissen. Es kostet 49,- €, einen Vertriebspartner 41,- € und hält für bis zu 1000 Maschinenladungen Wäsche. Die Ersparnis beim Waschpulver allein ist da schon eher relevant. Wie Sie auf Werbebroschüren Ihres Discounters sehen können (auch bei allen anderen schriftlichen Werbungen), findet sich dort eine Angabe „WL“, die die Abkürzung für Waschladung ist, dahinter steht dann ein Preis.
Dieser variiert erheblich. Bei Billigwaschmittel kann da gerne mal 13 Cent oder 17 Cent stehen, bei hochwertigem Waschmittel auch gerne mehr, das teuerste was ich gesehen habe war 43 Cent.
Sieht man das jetzt in Relation zum Öko-Waschkissen, dann ist die Einsparung erheblich, geht es doch dabei um einen Preis für eine Waschladung von 4,1 Cent oder 4,9 Cent und dabei ist der eingesparte Weichspüler, der eingesparte Spülgang und der dadurch auch eingesparte Stromverbrauch, noch gar nicht mit berücksichtigt.
Da ja immer mal wieder gerne die Wirksamkeit des Öko-Waschkissens bezweifelt wird, haben wir z.B. eine Studie in Auftrag gegeben, bei der ganz klar herausgestellt wurde, dass das Öko-Waschkissen durchaus ein Waschpulverersatz ist und sogar in den Sekundäreigenschaften „besser“ ist.
Die Sekundäreigenschaften haben aber auch wieder Auswirkungen auf den Geldbeutel, da damit die Schonung der Farben und der Fasern gemeint ist, um einmal ein Beispiel zu nennen.
Kleidungsstücke die nicht so schnell verschleißen oder ausgewaschen werden, brauchen auch nicht so oft erneuert werden.
Warum schreibe ich das?
Weil ich glaube, dass jeder, auch der schulabgebrochene Hart IV Empfänger, zum Beispiel für diese Produkte Kunden finden kann und wird, da sie für sich selber sprechen und in ihrer Leistung überzeugen.
Das nicht jeder einen GPS Tracker für ca. 500,- € verkaufen kann, oder einen Mosquitomagneten, der mehrere Tausend Euro kostet, ist ebenfalls richtig.
Am Ende geht es aber auch hier wieder, darum, dass sich auch knick’n’clean und das Öko-Waschkissen nicht von allein verkaufen.
Ein weiterer Punkt, den ich noch aufgreifen möchte, ist die von Ihnen gemachte Aussage, dass Ihrer Meinung nach, nicht jeder für das Network Marketing zu gebrauchen ist und das deshalb die von mir vertretene These falsch ist.
Ich bin hier nur bedingt einer anderen Meinung, die ich aber auch gerne kurz erläutern würde:
Ich behaupte nach wie vor, dass diese Branche jedem offen steht, denn fehlendes Wissen und praktischer Erfahrungen können erlangt werden. Dennoch, ich gebe Ihnen auch Recht, denn ich finde auch, dass diese Branche nicht für jeden geeignet ist, was ja nicht konträr zur ursprünglich gemachten Aussage steht.
Nicht jeder ist gewillt zusätzlich zu seinem normalen Tagesablauf zu arbeiten, sich weiterzubilden oder tätig zu werden, wenn andere Feierabend oder frei haben. Und ja, es gibt bestimmt Millionen von Menschen, weltweit, die sich bei der Aufnahme ihrer Tätigkeit im Network Marketing nicht darüber bewusst waren, was auf sie zukommt.
Aber macht das nun diese Branche an sich schlecht? Ändert das irgendetwas an der Tatsache, dass sie jedem offen steht?
Nein, wohl eher nicht oder?
Und wie arrogant und/oder borniert muss man sein, will man sich hier anmaßen da über andere zu richten? Niemand kann oder sollte für jemanden die Entscheidung übernehmen, die Entscheidung darüber, ob eine Chance ergriffen wird oder eben auch nicht.
Nur das Ergreifen einer Chance ist ja noch keine Garantie dafür, dass sich das einstellt, was erwartet oder, nennen wir es auch so, in Aussicht gestellt wurde.
Erfolg im Network Marketing hängt am Ende von nur zwei Parametern ab, Zeit und Einsatz.
Damit liegt der „Ball“ dann am Ende im Spielfeld eines jeden einzelnen, auch wenn andere ebenfalls mit Verantwortung tragen, entbindet das nicht von der Notwendigkeit selber tätig zu werden oder selbst die Verantwortung für eigenes Handeln zu übernehmen.
Network Marketing ist am Ende ein Geschäft wo Geld eben nicht nur gegen Zeit getauscht wird. Hier geht es um erfolgreiche Kunden- und Partnergewinnung und da ist jeder gefordert, etwas, worüber man sich im Klaren sein sollte, bevor man in dieser Branche anfängt.
Dann geht es nicht darum irgendjemandem die Schuld zuzuweisen.
Es geht um Verantwortung, die, wenn von allen Beteiligten wahrgenommen, zum Erfolg führen wird. Meine eigene Geschichte lässt sich hier durchaus als Beweis anführen, denn angefangen habe ich ja auch irgendwann einmal beim Punkt 0, wie es jeder tut, der nach mir anfängt, sich mit der Firmengruppe eVisionTeam® etwas aufzubauen.
Was Ihren Schlusssatz angeht, so muss ich Ihnen da auch wiedersprechen. In meinen Augen geht es vielmehr das eigene Denkverhalten zu beflügeln oder zu befruchten, aber das sind halt andere Standpunkte, die man da vertreten kann und das ist am Ende ja auch gut so.
LG
Robert Schmalohr



















