Ein Kommentar …

20 01 2012

Wenn man sich so anschaut, was so alles auch wieder im letzten Jahr passiert ist, in der Network Marketing Branche, wie viel Unternehmen gekommen und gegangen sind, dann kann man schon den Eindruck bekommen, auf den ersten Blick, dass unsere Branche echt nichts ist, was irgendwie etwas mit Langlebigkeit zu tun hat.

Da machen Unternehmen auf, es beginnt die oft übliche Völkerwanderung in den so genannten Pre-Pre- oder Pre-Launch-Phasen, immerhin ist ja der Glaube sehr weit verbreitet, dass man nur als einer der Ersten bei so einem neuen Unternehmen dabei sein muss und dann wird das mit dem „reichwerden“ schon klappen.

Und so sieht man sogenannte gestandene Networkerinnen und Networker von einem Unternehmen zum nächsten „hüpfen“ und immer wieder ist das jetzt der „Heilsbringer“ auf den man sein ganzes Leben lang gewartet hat. Das geht dann für ein paar Wochen oder Monate so, vielleicht auch mal ein Jahr oder auch zwei und dann ist das Unternehmen oftmals wieder weg.

Ich denke, wir alle kennen so etwas.

Bei Gesprächen, die man so führt, bei den Bemühungen neue Vertriebspartnerinnen und Vertriebspartner zu gewinnen, hab ich in der letzten Zeit auch schon immer öfter gehört, dass man sich da dann doch lieber einen normalen Job gesucht hat und mit dieser Branche nichts zu tun haben will. Wer will es dem Angesprochenen auch verübeln, wenn man da nach dem x-ten Versuch, bei dem man Energie, Hoffnungen und vielleicht auch Geld eingesetzt hat, dann irgend wann frustriert pauschal der Branche die Schuld gibt und man dieser dann den Rücken zuwendet.

Ich will jetzt nicht darüber schreiben, dass zum Erfolg auch harte Arbeit gehört, denn auch diese Erkenntnis setzt sich ja immer mehr durch und nur die „Glücksritter“ glauben noch daran, dass man ja nur ein paar Leute ein sponsern muss und schon geht alles ganz von allein.

Aber auch in der „normalen“ Wirtschaft geraten Unternehmen in Schieflage und auch mal in Aus, wie jetzt die Insolvenz bei Schlecker wieder sehr öffentlichkeitswirksam zeigt, hat es jetzt einmal wieder einen „Großen“ erwischt. Es wird nämlich auch immer gerne vergessen, dass jedes Jahr mehr als 100.000 Unternehmen (Selbstständigkeiten) gegründet werden und gut ein Drittel das erste Jahr nicht übersteht.

Dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Schlecker nicht gearbeitet haben, wird man den allermeisten nicht vorwerfen können und dürfen und trotzdem passiert es jetzt auch hier gerade, dass wieder einmal viele von ihnen ihren Arbeitsplatz verlieren werden. Schlimm ist so etwas, schade und es wird für etliche wieder bedeuten, dass auf dem normalen Arbeitsmarkt keine Beschäftigung mehr gefunden werden kann und das, obwohl doch jetzt bis 67 gearbeitet werden muss, will man den vollen Rentenanspruch erhalten.

Aber schauen wir einmal etwas genauer hin, was da gerade passiert.

Ich kenne den Drogeriemarkt Schlecker, so lange wie ich denken kann und ja, auch ich habe da schon eingekauft, wie wahrscheinlich fast alle.

Laut offiziellen Firmenangaben gab es Ende 2011 mehr als 30.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Deutschland und noch einmal ca. 17.000 im Ausland. In 2010 machte das Unternehmen einen Umsatz von ca. 6,5 Milliarden Euro Umsatz.

Das sind schon beeindruckende Zahlen, find ich, die man aber auch in unserer Branche in ähnlichen Größenordnungen bei manchen Unternehmen beobachten kann.

Derzeit werden bundesweit hunderte von Filialen geschlossen, die „rote Zahlen“ schreiben sollen, aber das scheint nicht auszureichen, denn jetzt geht man ja in die Planinsolvenz. Etwas, was es in unserer Branche ja auch gibt. Ziel davon soll es sein, einen großen Teil des Filialnetzes zu behalten, damit dann natürlich auch viele Arbeitsplätze.

Dieses Filialnetz ist in meinen Augen schon nennenswert gewesen, denn mit ca. 7000 Filialen in Deutschland und etwa 3000 weitere in Österreich, Spanien, Frankreich, Italien, Tschechien, Polen und Portugal, ist da doch eigentlich echt was geschaffen worden.

Der Gründer des Unternehmens, Herr Anton Schlecker, hatte das Unternehmen 1975 gestartet und zeitweise zum größten deutschen Drogeriemarkt ausgebaut. Als die beiden Schlecker-Kinder Lars und Meike an die Unternehmensspitze kamen, begannen Sie das Unternehmenskonzept zu modernisieren, wobei es dabei vor allem um das Filialnetz ging, das kundenfreundlicher gestaltet werden sollte.

Auch in unserer Branche werden Unternehmen, die Bestand haben, immer wieder einmal das Firmenkonzept auf den Prüfstand stellen und Veränderungen oder Verbesserungen vornehmen, so etwas gehört dazu.

Schaut man sich aber jetzt die dm-Märkte und die Rossmann Läden an, dann sieht man, dass es besonders diese beiden Mitanbieter sind, die dem schwäbischen Familienunternehmen schwer zu schaffen machten, denn offensichtlich haben beide ein erfolgreicheres Ladenkonzept und Produktsortiment.

Doch wie sieht das in unserer Branche aus?

Gibt es auch da Wettbewerb?

Ja, natürlich.

Denken Sie nur darüber nach wie viele unterschiedliche Nahrungsergänzungen, Cremes und andere Produkte auch hier von verschiedenen Unternehmen angeboten werden. Und natürlich muss auch im Network Marketing um jeden einzelnen Kunden geworben werden und die Vertriebspartnerinnen und Vertriebspartner sind hart umkämpft.

Aber, immer die Bekanntheit und die Größe der Unternehmen in die Überlegung mit einbezogen und vor allem auch, wie lange es manche Unternehmen schon gibt, ist ein derartiges Szenario in unserer Branche für mich undenkbar.

Network Marketing Unternehmen haben nicht so eine große Anzahl an festangestellten Mitarbeitern und die fixen Kosten sind oftmals nicht so aufgebläht. Gerade dieser „Wasserkopf“ hat schon ganz andere Unternehmen ins Wanken und auch zu Fall gebracht.

Bei unserer Branche sind die Reaktionswege schneller und es ist dadurch auch erheblich einfacher, auf sich verändernde Situationen im Markt zu reagieren.

Man muss diese Meinung nicht teilen, aber wenn man sich die „Großen“ im Network Marketing anschaut, dann sind die Argumente schon überzeugend.

Doch es gibt eben diesen wirklich großen Unterschied.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Schlecker müssen jetzt um Ihren Arbeitsplatz bangen und dabei spielt es keine Rolle, ob diese nun hart gearbeitet haben oder nicht, on man pünktlich war, teamfähig oder was sonst noch eine Rolle spielt.

Und das ist bei uns, in unserer Branche, dieser einzigartigen Form des Direktvertriebs, anders. Im Network geht es um persönliche Leistung und, auch das kann man nicht oft genug sagen, auch um das notwendige Durchhaltevermögen. Wer hier seine Frau oder seinen Mann steht, wer sich, zusammen mit dem Network Marketing Unternehmen seiner Wahl, sein eigenes Geschäft aufbaut, wird über Einkünfte verfügen, mit denen geplant werden kann, auf Dauer.
Hier wird kontinuierlicher Einsatz und eine hohe Leistungsbereitschaft dauerhaft vergütet und es sind am Ende auch Einkommen möglich, die es so in der „normalen“ Wirtschaft und Industrie nur sehr selten zu erzielen gibt.

Das alles auch noch unter Berücksichtigung der Tatsache, dass das Geschäftskonzept Network Marketing jedem offen steht, also auch und besonders auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Schlecker, die jetzt gerade ihren Arbeitsplatz verlieren und auf dem regulären Arbeitsmarkt keine Chance mehr haben.

Es gibt, in meinen Augen, viele gute Gründe für eine Tätigkeit in dieser Branche, sei das als Absicherung, weiteres finanzielles Standbein oder gar auch als Vollexistenz.

Einer der Hauptargumente liegt aber in der Tatsache, dass im Network Marketing jeder in der Lage ist sich ein Einkommen aufzubauen, über dessen Höhe jeder selber entscheidet und auch, wie lange dieses Einkommen bezogen wird. Natürlich ist das nur dann möglich, wenn das Unternehmen, für das man sich entschieden hat, schon lange genug am nationalen und internationalen Markt aktiv ist und in sogenanntem „sichern Wasser“ unterwegs ist.

Leider ist das bei neuen Unternehmen in unserer Branche oftmals nicht gegeben.

In meinen Augen kann und muss man festhalten, dass Network Marketing eine absolute Berechtigung hat und dass diese Branche in der Zukunft eine immer wichtigere Rolle spielen wird. Auch wird sich in der heutigen Zeit es bei immer mehr Menschen dazu kommen, dass man sich neben dem Hauptjob auch noch weitere Betätigungsfelder suchen muss, die mit zum allgemeinen Einkommen beitragen.

Leider ist es aber auch so, dass viele, auch von den jetzt freigestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Schlecker, noch nichts wirklich konkretes vom Network Marketing gehört haben.

Das sollte sich ändern, in der Zukunft, wenn Sie mich fragen.








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